Morning Pages (35)

Über Morgendämmerung.

Das Schöne am Schreiben am Morgen ist ja, dass der Kopf noch unverbraucht ist. Ganz entspannt und locker im Bademantel auf dem Balkon sitzen, die Straße erwachen hören, mit einem Notizblock und Füller in der Hand, leise Jazzmusik dringt aus kratzigen Lautsprechern herüber, ich nippe an Kaffee und Zigarette…

Und wache auf, weil eine Katze auf meine Schulter klettert und das schimmernde Licht der LED-Straßenbeleuchtung in mein Gesicht donnert. Geschlafen habe ich gerade erst, denn eine der Katzen war nachts mit einem rollenden Gegenstand beschäftigt, den ich mit halboffenen Augen tapsend in der Wohnung nicht hatte ausfindig machen können.

Straßenbeleuchtung heißt im Moment 6.00 – aber in der Wohnung ist es still. Sollte K1 nicht am Packen, laufen, poltern sein? Oh. Dann hat er wohl doch keinen Wecker gestellt.

Hastig den Bademantel überwerfen (Ha! Wenigstens ein Element der Morgendämmerung erfüllt) und das Kind aus dem Schlaf kraulen, es freundlich auf die zeitliche Dringlichkeit hinweisen und ein bisschen stolz sein, dass er 15min später mit allem erledigt die Wohnungstür schließt.

Nun ist Zeit für Kaffee. Auch ohne Balkon.

20180210_082541.jpg

 

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