Morning Pages (29)

Frost. Kälte.

Ich war nie ein Mensch, der diese Dinge auch nur annähernd gemocht hat. Viel zu lange war ich viel zu krank, um auch nur kühle Temperaturen ohne starke Schmerzen aushalten zu können.

Im Moment ist das anders. Ich kann innerlich warm sein und meine Nase puterrot kalt. Und das fühlt sich nicht schlimm an. Glauben Sie mir, das ist eine sehr neue und durchaus befremdliche Erfahrung. Aber abseits des Neuen eröffnet das Aushalten von Kälte natürlich noch mehr:

Das Wahrnehmen von Kälte, Winter und Frost als etwas Schönes. Auch das – wie gesagt -neu.

Vielleicht kommt die Erkenntnis aber auch nur daher, dass ich das wohl Schönste der Welt in diesem Zustand erleben darf: das Meer!

20180207_143919.jpgIch bin wortlos ob dieser Schönheit. Es ist natürlich ganz normal,  dass der Strand eingefroren ist, und Menschen, die tägliche Nähe zum Meer haben und nicht nur spüren, mögen sich wundern, was so ein Firlefanz soll… Bitte sehr.

Ich bin sehr demütig, andächtig und unendlich dankbar.

  • Dass ich den Mut hatte, allein mit den Kindern zu reisen.
  • Dass ich den Willen hatte, mich gegen die Reise mit dem Gefährten und seiner Familie zu entscheiden und meinen Wunsch vorn an zu stellen.
  • Dass ich derzeit gesund bin, dieses Schauspiel körperlich schmerzfrei auszuhalten.
  • Dass ich mir diese Reise finanziell leisten kann.

 

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