Morning Pages (26)

Schnee oder Meer, gemeinsam oder zusammen, alleine oder mit Kindern, Brot oder Pizza, Wein oder Bier, Ausgehen oder unter die dicke Decke kriechen?

Es ist ja so, dass diese Gegensätze und Fragen ständig umherschwirren, wie Bienen in einer spätsommerlichen Linde. Es ist ein ständiges Summen, Suchen, Entscheiden. Für das Eine ist oft gegen das Andere, aber es ist nicht so, dass das Andere deswegen schlecht ist, nur eben in dem Moment nicht das Passende. Oder vielleicht doch? Wer weiß das schon.

Entscheidungen werden getroffen, und alles, was man machen kann, ist, zu dokumentieren und zu reflektieren, ob die Wege deswegen gut liefen oder zu viele Schlaglöcher zu Unfällen geführt haben. Aber auch hier: Nur weil Weg A nach Entscheidung 1 schlecht lief, heißt das nicht, dass Weg B nach Entscheidung 2 gut gelaufen wäre. Es ist schlicht alles nicht vorhersehbar.

Was bringt dann das Planen, Überlegen, Abwägen? Sollte nicht immer spontan aus dem Bauch heraus entschieden werden, wenn doch alles egal und unvorhersehbar ist? Chaos und Ordnung, es ist immer wieder das Gleiche. Maat gegen Seth, wir kennen das ja von überall her und weil keine Kultur eine finale Antwort hat, sollte ich wohl aufhören, eine zu suchen.

Es ist laut im Kopf. Ich suche Musik und drehe sie auf. Ist ja keiner mehr da, der sich daran stören könnte. Die Klänge legen sich wie eine dicke, schwere Decke auf den Geist und erdrücken die Gedanken, die besser nicht zu laut werden sollten.

20180204_094540.jpg

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s